Die geplante Gruppenfahrt am 10. März wurde wegen Sturm und Unwetter abgesagt. Kurzentschlossen holten wir die Tour dann am 17.03.19 nach. Vorgeschlagen war der Schnippenkopf, 1.833 m, bei Reichenbach. Als wir allerdings am Parkplatz Gaisalpe, 875 m, ankamen, war weit und breit kein Schnee zu sehen. Große Lust, die Skier zu tragen, hatte keiner der Sieben außer unserem „Treiber“, doch der wurde gleich mal überstimmt. Da war erst mal umplanen angesagt. Spontan entschieden uns für den Riedbergpaß, da man bekannterweise dort von Haus aus höher war. Kurz vor Balderschwang, 1.044 m, parkten wir direkt an der Straße, um von dort auf den Siplinger Kopf, 1.745 m, zu steigen. Noch war der Schnee hart gefroren, aber bei wolkenlos blauen Himmel sollte das hoffentlich noch anders werden. Zuerst führte uns der Weg über einen breiten Alpweg, vorbei an der Socheralpe, dann weiter dem Taleinschnitt folgend bis zur Unteren Balderschwangeralpe, vorbei bis zu einem Wegweiser, der unvermittelt nach scharf rechts abzweigt. Nun wurde es langsam steiler, es zeigte sich eine Rampe, die man erklimmen muss.Skitour 17.03. GipfelSkitour 17.03. Anstieg Siplinger KopfSkitour 17.03. Gipfel Sipl

skitour 17.03. Gifpel Haidenkopf

Ein kleiner Durchschlupf ermöglicht ein erstaunlich gutes Durchkommen durch das sonst äußerst steile Gelände. Wie in einem Kessel geht man die letzten Meter, der nach Osten steil abfällt, von dort entweder zu Fuß oder mit Skiern (wir versuchten unser Glück) steil nach links hinauf zum Gipfel. Oben war es sehr windig, was uns dazu veranlasste, nach dem Genießen der genialen Aussicht abzufahren, um im windgeschützten, tieferen Gelände unsere Mittagspause zu machen. Inzwischen war der Schnee angetaut, die Abfahrt war eine typische Frühjahrsmischung aus Sulz und überfrorenem Matsch.
Skitour 17.03. kennt sich jemand aus



Wir beschlossen, die Tour auszuweiten und noch zum nahegelegenen Haidenkopf , 1.685 m, zu gehen. Dazu mussten wir den Talkessel bis ganz hinten erklimmen, um von dort über das Joch nordseitig den Gipfel zu umrunden und von Westen her unschwer zu Fuß über eine Felsrinne auf den aus typischen Nagelfluhfels bestehenden Gipfel zu kommen. Die Abfahrt gestaltete sich sehr abwechslungsreich, da inzwischen fast frühlingshafte Temperaturen herrschten und sich der Harsch in Sulz verwandelt hatte. Am späten Nachmittag kamen wir wieder alle unversehrt und rotbackig im Tal an, der Genuss, mit den Skiern direkt bis zum parkenden Auto abzufahren, bescherte uns zusätzliche Freude.skitour 17.03. Kessel
Teilnehmer: Jürgen, Christian, Victoria, Franz, Rudi, Uta, ich.skitour 17.03.19 MittagspauseSkitour 17.03. TalblickSkitour 17.03. RastSkitour 17.03. Gipfel Haidenkopf