Eigentlich hatten wir für diesen Sommer gar keine 2-Tages-Tour geplant. Doch als im Panorama stand, dass die Anhalter Hütte, komplett neu renoviert, im August wieder eröffnet hatte, versuchten wir unser Glück, und bekamen spontan noch Plätze. An diesem Wochenende passte einfach alles, die Hütte, die Gipfel, das Wetter – besser geht es nicht. Wir trafen uns am Hahntennjoch, 1.894 m, machten uns von dort auf zur Anhalter Hütte, 2.038 m. Wir überschritten das Steinjöchl, 2.198 m, hier erwartete uns schon das erste Gipfelkreuz, anschließend musste abgestiegen werden, um alsbald wieder ansteigend zu unserer Unterkunft zu gelangen. Wir durften unser Gepäck im Winterraum deponieren und machten uns nach einer kleinen Brotzeit auf zu unserem heutigen Ziel, der Namloser Wetterspitze, 2.552 m. Weithin sichtbar, mit ihrer markanten Form, begleitete sie uns die ganze Zeit auf dem Weg, der ein stetiges auf und ab am Grat entlang bedeutete.. Die Grübigköpfe, 2.275 m, mussten überschritten werden, bald kamen wir zum Gipfelanstieg, der jedoch ohne technische Schwierigkeiten zu bewältigen war. Das Feld zog sich in die Länge, was bei den hervorragenden Wetterbedingungen aber nicht weiter schlimm war. Man genoß den herrlichen Ausblick, allmählich lichtete sich der Gipfel, wir waren die Letzten an diesem Tag, da der Nachmittag schon weit fortgeschritten war. Nachdem sich alle gestärkt hatten, machten wir uns an den Abstieg. Nach dem letzten Gegenanstieg waren sichtlich alle froh, endlich die Hütte zu erblicken.

Es gab auf der Terrasse ein Geburtstagsbier – in Ermangelung an antialkoholischen Getränken, die waren alle aus, da es das vorletzte bewirtschaftete Wochenende für diese Saison war. Deshalb wurde der Hüttenabend, den wir im Winterraum verbringen durften, auch recht gesellig. Man genoß die Annehmlichkeiten der komplett neu renovierten Hütte. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück bestiegen wir den Hausberg, den Tschachaun, 2.301 m, ein Grashügel, der voll im Schatten der Wetterspitze mit seinem imposanten Aufbau steht. Wieder zurück bei der Hütte, bekamen wir vom Hüttenreferent noch eine Begehung mit Erläuterung der neuen Kläranlage, anschließend sattelten wir das Gepäck auf und machten uns an den Gegenanstieg zum Steinjöchle, 2.198 m, dort deponierten wir die Rucksäcke und bauten noch einen Abstecher zum Falschen Kogl, 2.388m, ein.

 

 

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image 76War im Gipfelbereich eine nette Kraxelei, wiederum eine tolle Aussicht, nach einer kleinen Jause wurde der Rückweg zum Hahntennjoch in Angriff genommen. Man sah bereits das schlechte Wetter heranziehen, zu einer Einkehr auf der Sonnenterrasse einer Gaststätte reichte es aber noch. Insgesamt waren wir mit unserer Leistung zufrieden, am Samstag gut 1500 Höhenmeter, (für unsere Tagesausflügler einiges mehr), am Sonntag gemütliche 750 m, wir fanden, das war eine gute Mischung.

Gotlind, Didi, Gabi, Gerd, Angelika, Patricia, Manfred, Uta, Jürgen, nani                                                                                                                                                                                          image 77