Große Hitze war angesagt, wir wählten unseren Berg also nach der Ausrichtung – nordöstlicher Aufstieg – nordwestlicher Abstieg – das waren die Kriterien für diese Tour. Unsere Wahl fiel auf den Hönig, schönster Blumenberg in den Lechtaler Alpen, so war er beschrieben. Unsere Tagesfahrt führte uns frühmorgens nach Berwang, dort ergatterten wir sogar noch Parkplätze, ein Fahrzeug wurde gleich nach Rinnen verfrachtet, da wir wieder eine Rundtour vorhatten. Zuerst schön im Schatten auf schmierigem Weg, es hatte bei Nacht noch geregnet, doch bald schon brannte die Sonne unbarmherzig auf uns herab. Wir mussten leichte Verluste hinsichtlich der Mitwanderer hinnehmen, doch stießen diese wieder beim Abstieg zur Kögele Hütte zu uns. Der Rest also quälte sich empor, vorbei am Älpele, die Suche nach dem richtigen Platz für eine Trinkpause gestaltete sich als schwierig, doch letztendlich bekam doch noch jeder einen Schluck ab. Oben am Joch wurde es windig, die ersten Gewitterwolken bildeten sich am Himmel, hier wurde entschieden, auch noch auf die Vordere Sudowspitze, 2.255 m, zu gehen. Diejenigen, die nicht mit rauf wollten, wanderten gemächlich weiter zum Hönig, 2.034 m. Die Sudowspitze-Bezwinger marschierten stramm hinauf, zuerst einem gut sichtbaren Pfad folgend. Doch beim Gipfelhang schieden sich die Geister, jeder suchte für sich den besten Aufstieg, viel loses Gestein wurde da zu Tale befördert. Oben am Gipfel machten wir Rast, die Brotzeiten wurden ausgepackt und verspeist. Wir verweilten nicht allzu lange, da wir den Rest nicht warten lassen wollten, machten uns schnellstmöglich wieder an den Abstieg. Bald hatten wir den Grat wieder erreicht, die ersten Regentropfen fielen. Am Gipfel des Hönigs gab es nochmals eine Trinkpause, dann kam der Abstieg – ein gutes Stück südlich in Serpentinen hinab, die Hitze hatte schon abgenommen, da es inzwischen bewölkt war. Ohne Probleme kamen wir über Almgebiet zur Kögele Hütte, 1.505 m, dort wurden wir schon von den Umkehrern erwartet. Wir stürmten, da zu 17., die Terrasse, es gab allerlei Leckeres und Kühles. Die Gewitterwolken türmten sich auf, ein erster Schauer ließ uns unter die Sonnenschirme flüchten. Das Unwetter hatte uns inzwischen eingekreist, es donnerte von allen Seiten. Irgendwann beschlossen wir, nun doch abzusteigen, was im Nachhinein genau die richtige Entscheidung war, wir kamen in Rinnen an, fanden noch einen Unterstand und schon fing es an, wie aus Eimern zu schütten. Die Fahrer holten die Autos von Berwang, alles wurde bei einer Tiefgarageneinfahrt verladen, die Heimreise begann. Wie immer seit Corona-Zeiten, waren mehrere Staus zu ertragen, aber alle waren zufrieden mit dieser leichten, aber sehr abwechslungsreichen Rundtour in den Lechtaler Alpen, insgesamt waren es dann aber doch 1.030 Höhenmeter und 12,6 km.
Teilnehmer: Gerd, Michael, Silke, Ingrid, Özlem, Christian, Dirk, Manfred, Susanna, Candidus, Jürgen, Rudi, Didi, Dohli, Dian                               a, Brig                               itta,                                ich.