Challenge 2013 001Zum 6.Mal fand am 14.12.2013 in unserem DAV Kletterzentrum die jährliche "LEW Challenge" statt.
Dieser Kinder- und Jugendwettkampf wird von der DAV Sektion Augsburg veranstaltet, von den Lechwerken (LEW) logistisch und finanziell unterstützt und dient neben einer Veranstaltung für alle gerne kletternden Kinder und Jugendliche aus ganz bayerisch Schwaben auch zur Sichtung neuer Talente für die Leistungsstützpunkte Kempten und Augsburg.

Insgesamt gut 120 junge Kletterer waren diesmal der Einladung gefolgt und konnten, zwischendurch gestärkt am reichhaltigen Buffet, ihr Kletterkönnen in einer offenen Qualifikationsrunde beim Bouldern und Routenklettern unter Beweis stellen. Die jeweils drei besten jeder Altersklasse kamen anschließend ins Finale.

Mallorca Artikel Herbst 2013 001Hier findet Ihr eine kleine Galerie zur Fahrt    

Für die diesjährigen Herbstferien hegte der Stützpunkt Augsburg schon seit längerer Zeit kühne Pläne: Wir wollten zum DWS´n nach Mallorca.

Schon beim Ausstieg aus dem Flugzeug wurden wir von einer warmen Brise verwöhnt. Montagmorgen war das Wetter dann auch gleich so gut, dass wir beschlossen zum Deep water soloing (DWS) an Mallorcas Steilküste zu fahren. Mit der Sonne im Rücken waren alle sofort motiviert sich an die Felsen über dem Mittelmeer zu hängen, auch wenn es schon ein bisschen gruselig war, anstatt Seil und Exen als Sicherung nur tiefblaue Wellen unter sich zu haben.
Nach einem gemeinsamen Quergang stiegen viele ins Dach einer Höhle ein, die übrigen verlagerten sich aufs Klippenspringen.

Heubach Artikel Pfingsten 2013 003Hier dazu einige Bilder.
"Der kleine November möchte bitte aus dem Mai abgeholt werden"
– dass er nicht abgeholt wurde, bekamen wir bei unserer diesjährigen Fahrt nach Heubach (bei Darmstadt) leider zu spüren.

Dennoch trotzten wir dem Wetter vom 18.Mai bis zum 25.Mai 2013, einerseits, um am Sandstein zu klettern und andererseits, um das Legen von Keilen und Friends zu lernen, da sich dieses Gebiet besonders gut dafür eignet.



AmTessin 2012 2 Samstag, unserem ersten Ferientag, ging es bei Schneefall und eisigen Temperaturen ab ins Tessin. Wir fuhren mit 13 Personen um 16 Uhr an der Kletterhalle Augsburg los und kamen gegen 21:30 Uhr in Cresciano an. Wegen des kalten Wetters mussten wir dieses Mal glücklicherweise keine Zelte aufbauen sondern verbrachten die fünf Tage in einer Jugendherberge zusammen mit dem Stützpunkt Rosenheim.

Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück direkt in das Bouldergebiet Chironico, in dem wir uns erstmal an den rauen und sehr kalten Fels gewöhnen mussten. Den ganzen Tag über blieb es bewölkt und deshalb auch ziemlich kühl. TrotzTessin 2012 1dem boulderten wir den ganzen Tag, der wegen der Winterzeit gar nicht so lange war, unerschrocken und fleißig in Platten und Überhängen. Manche waren dabei vielleicht zu fleißig, da die Haut an den Fingern schon ziemlich dünn wurde.

Am nächsten und übernächsten Tag ging es bei strahlendem Sonnenschein direkt von der Jugendherberge in Cresciano in das gleichnamige Bouldergebiet. Dort warteten wieder viele und auch sehr schöne Boulderprobleme auf eine Lösung wie beispielsweise der Boulder „Endless Story“ bei dem man keine Griffe hatte und nur auf die Reibung der Kletterschuhe vertrauen musste.

Am Mittwoch ging es dann für den Großteil von unsTessin 2012 3 zum Klettern. Dort gab es einen Riss im siebten Schwierigkeitsgrad der sogar die besten von uns zum Verzweifeln brachte. Am vorletzen Tag fuhren wir dann nochmals nach Chironico in einen neuen Sektor. Dort kletterten wir nicht nur, sondern mussten noch eine mächtige Steinplatte umwerfen, da diese den Durchgang zu einigen Felsen versperrte.

Am letzen Tag wollten wir dann noch im „Magic Wood“ bouldern. Doch durch den plötzlichen Wintereinbruch waren die Blöcke nass und wir entschieden uns daraufhin nach Hause zu fahren und dafür am nächsten Tag in der Kletterhalle Augsburg neue Boulder zu schrauben. Insgesamt war es trotz der kalten Temperaturen eine lustige Woche mit coolen Aktionen.
Ihr fahrt nach RumänieRumaenien 11 1n zum Klettern??? Warum denn nicht einfach nach Arco?" Tja, das fragten wir uns wohl alle irgendwann während unserer 14 stündigen Anfahrt besonders Ferdl, unserer tapferer Fahrer, der die gesamte Strecke ohne Anzeichen von Müdigkeit durchfuhr.

Spätestens in Baile He
rculane waren dann aber alle hellwach: Die kleine Stadt, die in der normalen GPS-Karte nicht mal eingezeichnet war, entpuppte sich als Touristenort mit riesigen Hotelblocks inklusive Massen an Touris in zu knappen Badeklamotten. Die Wegbeschreibung von Andrei, der uns zum Klettern und Bohren eingeladen hatte, stimmte trotzdem haargenau: BRumaenien 11 2ei Kilometer 12 nach dem Kurort rechts lag die beschriebene Wiese und wir bauten eifrig unser Zeltcamp auf, wie immer zu erkennen an dem roten Tarp. Dann ging die übliche Suche nach dem Zeltplatzbesitzer und den Sanitäranlagen los, die ein schnelles Ende bei den benachbarten rumänischen Campern fand: Uns wurde eine kleine kalte Quelle auf der anderen Straßenseite gezeigt und das wäre es dann auch schon. Kein Strom, keine Dusche, kein Klo! Dafür aber ein Klappspaten und ein Wald...

Abenteuer pur, vor allem wenn man noch die streunenden Hunde und unsere latente Angst vor Bären und giftigen Schlangen bedenkt!
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Unser nächstes Ziel war natürlich der neue Sektor, den die Locals für uns ausgesucht hatten. Nur 20 Minuten bergauf von der Zeltwiese entfernt ragt die Kalkwand auf, die so unendlich viel Potential bot, das wir es in den zwei Wochen gar nicht ausschöpfen konnten. Noch an unserem Einklettertag richteten wir oben ein Materialdepot ein, damit wir Haken, Bohrmaschinen usw. nicht jeden Tag hochschleppen mussten.

Am nächsten Tag ko
nnten dann schon die ersten Routen entstehen, die wir nach Ferdls cleaner Riss-Begehung sogar im Top-Rope einbohren konnten. Zwar machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung aber im Lauf der Woche entstanden zehn Routen zwischen 5+ und mindestens 9+, wobei Diana und ich auch zum ersten Mal im Vorstieg einbohrten. Das Ergebnis: "Bow to the bow", eine Genusstour an der vorgelagerten Schuppe entlang und "Fantastic 4" an der auch Renate und Tobi als späte Verstärkung aus Augsburg ihr Einbohr-Debüt hatten - entgegenkommende Friends und Haken im Skyhook sitzend anbringen natürlich inbegriffen.
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Ferdl und Felix bohrten dagegen sehr anspruchsvolle Linien im 9. Grad ein, die zum Teil noch unbeklettert sind, schließlich wollten wir auch noch andere Sektoren der Umgebung sehen. Entsprechend würdigen sollte man auch die Route "White Butterfly" von Michi und Stefan die in einer Woche in Gemeinschaftsarbeit der beiden entstanden ist ;) .
Wenn wir nicht gerade die Ruhe im Wald durch unsere Bohrmaschinen störten, gingen wir shoppen in den kleinen Läden von Baile Herculane, die wirklich fast alles da hatten, was man sich zum Essen wünscht- man musste nur in entsprechend vielen "Mixt Magazino"s und "Mini Market"s suchen. So konnten wir nicht nur auf unserem Campingkocher-McGyver-Aluminium-Lagerfeuer-Rost grillen, sondern es gab auch Würschtel-Schicht-Eintopf (Uns ist einfach kein Name für dieses Geschmackserlebnis eingefallen!), Curry und die übliche Lauchpampe (nur ohne Sahne und Käse und eigentlich auch ohne Lauch...).
Zudem unternahmen wir noch zwei Ausflüge: Einer führte uns flussaufwärts auf einer undefinierbaren Schotterstraße mit SchlaRumänien 11 6glöchern, die an einem Stausee endete. Dort badeten die mutigen von uns, denn wir konnten natürlich auch keine rumänischen Warnschilder lesen. Der entdeckte "Trichter" eine Art riesiger Ablaufgully für den Stausee und seine Zugangsschächte faszinierte besonders die Jungs sehr, die wohl am liebsten den Rest des Urlaubs dort verbracht hätten.

Leider hatten wir natürlich noch andere Pläne und erkundeten mehrere Sektoren, die zum Teil eher ungenügende Wegbeschreibungen hatten, ein generelles Problem der Gegend; auch die heißen Quellen fanden wir erst nach fünfmaligem Nachfragen und waren dann auch noch von dem dubiosen Erdloch, das sehr nach Schwefel roch, enttäuscht.
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Wirklic
h lohnend waren jedoch die Gebiete "Faleza de lac" und "Carriera", die anspruchsvolle Kletterei in kurzen Routen mit sehr wenigen Tritten bieten. Für die Sonnensektoren, vor allem der beeindruckende mit dem Wasserfall, war es leider um die Jahreszeit schon zu heiß, was wir sehr bedauerten, denn sie sahen schon besonders spektakulär aus.

Trotzdem kehrten wir nach zwei anstrengenden Wochen mit doppelt so dicken Wadeln wie davor (Muskeln oder Stiche? Wir waren nicht ganz sicher) glücklich und zufrieden mit über 100 Bohrhaken weniger nach Augsburg zurück.