sizilien 16 02kDie diesjährige Trainingsfahrt vom Stützpunkt Augsburg führte uns zur wunderbar sonnigen Insel Sizilien. Wir trafen uns am ersten Samstagmorgen der Osterferien zur leider recht langen Anreise. Nach 10 Stunden in den Bussen und 22 Stunden auf der Fähre kamen wir dann am nordwestlichsten Zipfel Siziliens an: San Vito Lo Capo.

Auf dem dortigen Campingplatz bauten wir unsere Zelte auf, es war Mitternacht bis wir ins Bett kamen. Zum Glück diente der nächste Tag
sizilien 16 07k„nur“ der Felsgewöhnung. Das Klettergebiet Pineta, wohin wir vom Campingplatz aus zu Fuß hinlaufen konnten, eignete sich mit einigen leichteren Routen sehr gut dazu und so sind wir am ersten, sehr sonnigen Tag schon viel geklettert. Am Abend wurde gegrillt.

Dummerweise verdonnerten uns die unbarmherzigen Trainer dazu, am nächsten Morgen joggen zu gehen. Aber auch das haben wir, in Vorfreude auf das nächste Klettergebiet, hinter uns gebracht. Dort punkteten unsere großen Mädels auch schon in „Banana Biologica“(7a).

Am nächsten T
sizilien 16 01kag war es dann eher regnerisch, das war perfektes Timing, weil wir sowieso einen Pausentag brauchten. Wir besichtigten das Städtchen Erice, da konnte man super Postkarten und Souvenirs kaufen. Am Donnerstag holten die großen Jungs Michi und Maxi mit der wiedergewonnenen Kraft die schöne Linie „Dreamworld“(8a/+) ab. Wir Kleineren versuchten uns im Klettergebiet „Bunker“, in den tollen Routen, Philina schaffte eine 7b. Zum Abendessen gab es Schinkennudeln in rauen Mengen.

An unserem vierten Klettertag bildeten wir zwei Gruppen: die mindestens 7a-Kletterer und die 7a-Anvisierer. Die erstgenannten fuhren zum „Pol
sizilien 16 08kizeifelsen“, die anderen gingen in ein Gebiet, wo man hauptsächlich von Augsburgern eingebohrte Routen klettern konnte. Beide Gruppen waren gut drauf und erzielten Erfolge, bei den Kleinen von 6a über 6c bis hin zu 7a.
Das war auch sc
hon unser letzter Tag an dieser Stelle Siziliens, am Samstagmorgen hieß es Zelte abbauen, Autos vollpacken und vier Stunden Fahrt zum anderen Camping, diesmal zu unserer Freude sogar mit Sandstrand, in der Nähe von Avola.

sizilien 16 04kHier mussten wir mit den Bussen immer etwas länger zu den Gebieten fahren, wurden dafür allerdings auch meisten mit tollen Felsen belohnt. So auch die Grotte „Cava Donna“, die super majestätisch aussah. Leider verletzte sich Diana beim Zustieg und später zu allem Überfluss auch noch Benni, der sich dann die nächsten Tage nur noch auf eine Pobacke setzen konnte. Unser Neuzugang Lily stieg hier am nächsten Tag eine 7c durch, während Oli und Anouk in einem anderen Gebiet eine 7a flashten, also im ersten Versuch schafften.

sizilien 16 05kDanach brauchten unsere Finger wieder eine Pause. Deswegen fuhren wir zum Ätna, einem Vulkan ca. eineinhalb Stunden vom Campingplatz entfernt. Leider konnten wir keine Lava sehen, aber wir sind auf einen Nebenkrater gestiegen und haben in unseren grünen Stützpunktpullis viel Eindruck und Fotos gemacht. Die drei letzten Tage verbrachten wir natürlich wieder am Fels. Mit sehr tollen Routen.

Einmal bauten wir einsizilien 16 03ken „King Swing“- ein weites Rausschwingen im Überhang, den unbedingt alle machen wollten. Dort hakte auch Martin eine 8a ab.
Das Packen für die Rückfahrt war eine Herausforderung, weil das Kletterzeug, Sachen für die Fähre und Schlafsachen griffbereit sein mussten. Überraschenderweise ging das bei allen gut und so haben wir die Fährfahrt und die unangenehme nächtliche Autofahrt bis um 5 Uhr morgens heil überstanden, danach kam uns der Boden von Ferdls Wohnzimmer wie ein Himmelbett vor.
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Am nächsten morgen noch ein bisschen Busse, Töpfe und Pfannen putzen und dann wurden wir - viel zu früh - wieder in die Obhut unserer Eltern gegeben.

Wir danken unseren Trainern für die erfolgreiche Durchführung der einzigartigen Fahrt und dafür, dass ihr uns so lange ausgehalten habt.