Arco15 03Zu dieser Fahrt findet Ihr eine Galerie in den Alben 2015!


Am Samstag, den 31. Oktober, trafen sich 15 Nasen um 10:00 Uhr an der Sportanlage-Süd. Nach ewigem Gepäck-Tetris spielen ging es dann endlich los. Da bei der Ankunft der liebe Michelotti (Vermieter der Ferienwohnungen) nicht da war, lieferte sich ein Teil der Gruppe ein spannendes Kicker-Turnier und der andere Teil fuhr zum Einkaufen. Da wir netterweise pro Kopf zahlen durften, konnten wir uns drei Ferienwohnungen leisten, was uns reichlich Platz schaffte. Trotzdem mussten David und Martin im Doppelbett unter einer Decke schlafen. Am Abend wollten wir auf dem hauseigenen Fußballplatz Fußball spielen, was wegen der Dunkelheit leider zur Katastrophe wurde. Deshalb mussten wir zum dörflichen Sportplatz (beleuchtet) laufen und in einem spannenden Duell italienische Böllerkinder vertreiben. (Ist es in Italien Brauch, an Halloween zu Böllern? Schreibts in die Kommentare!)

Am ersten Klettertag ging es nach Nago. Aber nicht für Tobis Chalkbag und seinen zweiten Kletterschuh .…

Dort war es sehr schön. Wir sind viele Routen geklettert und haben zudem noch ein Fotoshooting am legendären Pfeiler gemacht. Am nächsten Tag machten wir mit Herr Tobelix und Ferdl Mehrseillängentouren, die eigentlich ganz schön waren. Bei einem Team entstanden leider durch den schlecht gepackten Rucksack und die relativ schweren Seillängen psychische Dramen, die dennoch gut verkraftet wurden. Am dritten Tag waren wir mit Michi und Martin in Belvedere klettern. Was sie nicht wissen konnten: Das Gebiet ist scheiße! Warum? 1. Speckig 2. Hässliche Routen 3. Speckig 4. Schlonzig 5. Speckig. Die Retter des Tages waren jedoch Martin und Michi, die gute Laune verbreiteten. Am darauf folgenden Tag waren wir mit Ingrid in Massone, das ein sehr schönes Gebiet ist. Leider standen nicht alle unter der Führung von Ingrid Taubert, die uns eindeutig die schöneren Routen zeigte.

Arco15 07
Um das Klettern von Mehrseillängen zu üben, fuhren wir am 5. Tag nach Baone. An den schönen Platten kletterten wir zusammen mit dem barfüßigem Martin und der Katja 3 Seillängen selbstständig. (Anmerkung: Martin stieg die ganze Route barfuß durch, inklusive der 5a, die laut Ferdi nicht zu unterschätzen sei.) Da wir so fleißig geübt hatten und es uns so viel Spaß gemacht hat, durften Anouk und Franzi am nächsten Tag eine Mehrseillängentour alleine machen (S3) und die anderen mit Tobi und Ferdl, weil sie noch zu klein waren. Da wir so im Mehrseillängenfieber waren, ging es am letzten Tag gleich wieder an die Sonnenplatten. Als wir dann alle oben waren, machten wir uns auf den steinigen, steilen Weg nach unten. Bis zum Treffpunkt mit den anderen hatten wir noch etwas Zeit, also fuhren wir noch an einen See. Er war kälter als erwartet, doch die mutigen Haffner-Schwestern trauten sich trotzdem ins Wasser.

Die etwas älteren Stützpunktmitglieder, also Michi, Martin, David und Pauline, entschieden die meisten Tage getrennt vom Rest der Gruppe klettern zu gehen, um Schwierigkeitsgrade zwischen 7b und 8b+ zu projektieren. Für Philina war der Kletterurlaub leider schon am dritten Tag wegen einer Knöchelverletzung zu Ende. Nach ihrem ersten Durchstieg einer 7b am zweiten Tag musste sie sich die nächsten Tage leider mit Workouts an Bäumen und mit stundenlangem „In-der-Sonne-liegen“ beschäftigen.

Michi projektierte an 3 Tagen in Massone „Holy Moly“, eine 8b+ Dachroute. Zwar konnte er die Einzelzüge der Route ziemlich schnell klettern, im Durchstieg scheiterte es dann aber doch immer an der Ausdauer. Bei Martin lief es ähnlich. Er hatte alle Züge von „Mike Jordan“ (8b), schaffte es aber auch nicht, die Route im Ganzen zu klettern. Beide konnten sich aber mehrere Routen im Grad 7b/+ abholen. Gleich am zweiten Tag versuchten sich Martin und David in der Mehrseillängentour „Pan“, welche sie schon im letzten Urlaub versucht hatten, mussten aber feststellen, dass sie die Tour wesentlich schöner und leichter in Erinnerung hatten. Bei der 4. Seillänge (7b) brachen sie nach einem Sturz ab. Pauline gelangen mehrere 7b’s und zwei Routen im Grad 7b+. Ihre 7c Projekte musste sie aber aufgrund der fehlenden Ausdauer zurück lassen. Obwohl sich David und Pauline schon nur noch für die kürzesten Routen des Gebiets entschieden, konnte auch David die Routen oft nur „ausbouldern“. Am letzten Tag gelang ihm dann aber doch noch ein Durchstieg in einer 7b.
Arco15 02
Martin und Katja turnten die ganze Woche hauptsächlich an den großen Wänden bei Arco herum. Zum Eingewöhnen ging es an die 300m hohe Mandrea di Laghel mit der Route „Romantica“ (7a), wo Katja ihre erste alpine 6c onsight klettern konnte. An das Massiv führte sie dann auch ihre erste große Tour, die „Moana mon Amour“ (7c), welche beide a.f. gehen konnten (a.f. bedeutet „alles frei“, also dass man alle Züge der Route ohne Hilfsmittel geschafft hat). Am folgenden (Pausen-)Tag kletterten sie dann an der Rupe Secca neben der „Pan“ den speckigen Klassiker „Totem e tabu’“ (7a) mit einem weiteren barfuß-5a-onsight von Martin in der ersten Seillänge. Zum krönenden Abschluss nahmen sie sich dann noch die 13 Seillängen der „Zanzara“ (7a+) über den Dächern von Arco vor, welche Martin alle im onsight klettern konnte. Nach den insgesamt gekletterten 56 Seillängen war Katja, die eigentlich nur bouldert, ganz schön kaputt und legte sich am letzten Tag dann lieber in die Sonne, während Martin noch eine 7b beim Sportklettern schaffte.

Mit dabei waren: Anouk, Franzi N., Franzi A., Nele, Nikola, Martin E., Michi, Pauline, Philina, David, Martin F., Katja, Ingrid, Ferdl und Tobi