albaraccin 01Die Osterferien standen vor der Tür und somit machten sich 14 motivierte Kletterer, 2 Busse, eine Dachbox, ein Hänger und 4 Mountainbikes auf den langen Weg nach Spanien. Oli feierte am Samstag noch ihren Geburtstag im Auto und nach 20h Fahrt an 2 Tagen waren wir dann endlich da. Die Zelte standen schnell und auch für ein warmes Abendessen war gesorgt. Am Montag durften unsere Muskeln dann nach 2 Tagen endlich mal wieder etwas tun! Im Gebiet „Arrastradero“ war für alle etwas dabei und die ersten coolen Boulder wurden geklettert: Maxi und Stephan schafften „El varano“ (7c) sowie Katja und Pauli „Rammstein“ (Katja freute sich schon über ihre erste 7b, aber leider wurde diese im neuen Führer auf 7a+ abgewertet). Am nächsten Tag ging es dann nach „Techos“ („Dächer“), das seinem Namen alle Ehre macht. Einige suchten sich zusammen ein Dach aus, bei dem dann alle möglichen Variationen ausprobiert wurden. Da konnte man der Boulderfantasie freien Lauf lassen J. Während die Jüngeren dann die Sonne genossen und Figuren aus Kiefernzapfen bauten, konnte Katja dieses Mal wirklich ihre erste 7b klettern, nämlich „Eclipse“. Auch Philina konnte sich freuen: sie sprang „Vuelo sin motor“ (7a) und nun durfte Maxi 3 mal für sie abspülen, da er eine Wette eingegangen war. Der folgende Tag war für die meisten dann ein Pausentag, die Haut war schon ziemlich dünn und brauchte Regeneration. Ein Teil machte eine „Wanderung ohne Höhen“, bei der man dann doch eine Stunde bergauf ging, eine andere Gruppe verbrachte den Tag am Zeltplatz und der Rest ging Mountainbiken. Die kleinen Wege eigneten sich hervorragend und die Abfahrten machten riesig Spaß. Allerdings fiel dem Ferdi unten dann auf, dass die Gruppe wieder hoch müsse, weil das Navi Mist gebaut hatte.
 
Über Ostern füllte sich der Zeltplatz, jetzt war jeder Stellplatz belegt und auch die Bouldergebiete voller lustiger Spanier. Mit ein paar von Ihnen kamen wir am nächsten Tag im Gebiet „Entre Aguas“ etwas näher in Kontakt, als wir um eine Erklärung baten, was denn der Name von unserem Boulder „Dos mandingas, un destino“ bedeutet. Etwas peinlich berührt erklärten sie uns, dass das wohl „Zwei Schwänze, ein Ziel“ heißt. Trotzdem feuerten sie uns weiterhin mit vollem Elan an, als wir den selben Boulder projektierten. Auch Basti konnte hier den großen Mädels zeigen, was so geht, und schaffte an diesem Tag mehrere 6c und eine 6c+ und auch beide Franzis freuten sich über ein 6c-Top in einem Mantleproblem. Oli und Philina fanden einen 7a Plattenboulder als Projekt und freuten sich schon über ihren Erfolg, der neue Führer wertet ihn dann aber zu 6b ab. Am nächsten Tag war es in „Cabrerizo“ walbaraccin 02ieder richtig schön sonnig, die Jüngeren lagen fast den ganzen Tag in der Sonne was am Abend dann zu bösen Überraschungen führte (Sonnenbrand! – den hatte am Ende dann aber jeder zumindest auf der Nase gehabt). Ein paar andere waren da motivierter und mischten sich unter ein paar Spanier, die „Techo Don Pepo“ (7a) projektierten. Am Ende ernteten sie Applaus und aufgeschrammte Schienbeine. Danach gab es ein neues cooles Projekt, Jörg freute sich über einen Flash und auch Pauli konnte ihn klettern, nur Katja fiel leider auf die Crashpadkante und zog sich eine leichte Bänderverletzung zu. Der nächste Pausentag wurde wieder zum Biken, Wandern und einkaufen genutzt, andere schauten sich noch das hübsche Dorf Albarracin, das Weltkulturerbe ist, an. Am folgenden Tag starteten alle wieder mit Elan durch. Maxi schaffte sein Projekt „Manuchakra“ (7c) und Jörg „Ineschakra“ (7b+). Auch die Kleineren waren wieder fleißig am bouldern. Abends gab es wie so oft eine Runde Werwolf, bei der Markus sich jeden Tag wieder jemand neuen suchte, gegen den er arbeitete. Am nächsten Morgen gab es erst mal einen Schock: von 8 Fahrradreifen waren 6 platt. Wir überlegten schon, wer uns die wohl zerstochen haben könnte, als langsam dann doch die Erkenntnis durchkam, dass die Biker wohl selber durch Dornen gefahren waren. So wurde erst mal fleißig geflickt, in Ferdis Reifen waren sogar 7 Löcher.

albaraccin 03Dann fuhren wir aber doch nochmal ins „El Fuente“ und bouldern wieder. Ein 7a-Sprung hatte es uns angetan, den alle Größeren dann am Ende schafften. Selbst Franzi A., die beim ersten Mal, als sie den Griff in der Hand hielt, vor Schreck wieder losließ. Nur der böse Maxi wertete ihn am Ende ab. Nach einem weiteren Pausentag mit Mountainbiken und einer Bachwanderung, bei der wir ein paar Schädel und sonstige Knochen fanden, neigte sich unser Aufenthalt langsam dem Ende zu, die letzten Bouldertage kamen. Beim Aufwärmen fand Ferdi wieder schöne Namen für unsere Boulder, so ging es durch den „Geburtskanal“ und dann durch den „Darm“ wieder runter. Philina testete nochmal ihre Sprungfähigkeiten und sprang gefühlte 1000 mal den Sprung „Gorillaz“, schaffte ihn aber letztendlich leider nicht. Am letzten Tag war uns dann das Wetter leider nicht mehr wohl gesonnen, nun regnete es leider und war kühl. Eine Gruppe wärmte sich deshalb mit einer Zapfenschlacht und Sumoringen auf. Für Stephan und Maxi blieb aber noch genug Zeit, um ein paar Projekte vor der großen Nässe abzuholen. Am nächsten Morgen schafften es dann auch nicht mehr alle Zelte, vor dem Einpacken zu trocknen. Wir fuhren die erste Etappe, 7h, bis nach Perpignan und Jörg und Markus konnten sich über tausende Runden Werwolf in ihrem Bus zum Zeitvertreib freuen. Als wir abends am Motel waren, suchten wir noch einen Supermarkt, um für die zweite Etappe genug Essen zu haben. Und da Ferdi keinen kürzeren Weg fand, ging es einfach mal durch den Kanal auf die andere Straßenseite (und im Dunkeln dann wieder zurück :D). In der Nacht verwechselte Stephan dann auch noch seinen Bettnachbar Maxi mit Pauline und kuschelt mit ihm....
Zurück in Augsburg bleiben viel schöne Erinnerungen und das gemeinsame Fazit: Das war eine megacoole Stützpunktfahrt!
 
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