Hier gibtsArco 2014 1 eine Bildergalerie von der Fahrt!     

Diese Herbstferien sollte es in das Kletter-Eldorado Arco gehen. Dies zu realisieren war aber gar nicht so einfach. Wir mussten erst einmal eine Ferienwohnung finden und die Beauftragten (wir wollen hier keine Namen nennen) waren damit leider dezent überfordert. So kam es, dass wir kurz vor den Ferien immer noch ohne Bleibe dastanden und nur durch Glück und den besonderen Einsatz eines „Retters" Last-Minute Erfolg hatten.

MasSon(n)e pur
Während der eine Teil der Gruppe schon am Samstag durchstartete und die ersten schönen Routen kletterte, folgte der zweite Teil am Montag, da einige noch am Deutschlandcup in Neu Ulm teilnahmen. Im Klettergebiet Massone trafen wir uns schließlich wieder. Hier hoben auch die Nachkömmlinge sofort begeistert vom Boden ab. Zwei übermotivierte Mädels stürzten sich sogar gleich zum „Aufwärmen" in die angeblich schönste 7b Massones. Die 7a „Aladin" stiegen währenddessen 2, fast sogar 3 Leute durch. Abends wurden wir dann von Giovanni, unserem Herbergsvater, mit hausgemachter Steinofenpizza verwöhnt.



Monte Cold statt Monte Colt? - 4:2 für den FelsArco 2014 2
Am Mittwoch konnte sich Martin über seine erste 8a „la cucina del inferno" freuen. Währenddessen vergnügten sich drei Seilschaften in der Mehrseillängentour „Nemesi". Am Ende gewann hier aber der Fels 4:2 (nur 2 Vorsteiger konnten eine Stelle durchklettern). Die vierte Seilschaft, die eine andere Route gemacht hat, musste währenddessen 3 Stunden am Gipfel frieren. Die Jungs waren – Mittwoch wie Donnerstag – wieder bei ihren Projekten in Massone, blieben bis auf Martins 8a aber leider erfolglos.

Marathonklettern überm Gardasee
Die motivierten Mädels, die auf Pausentage verzichten konnten, verbrachten einen traumhaft sonnigen Donnerstag in „Nago" mit Blick auf den Gardasee. Es wurde Nonstop durchgeklettert, nachdem Ferdl eine Mindestanzahl an Routen vorgegeben hatte, die jeder klettern muss. Bei den genialen Routen hätte es das aber gar nicht gebraucht. Nachdem die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, belohnten wir uns mit einem Eis in der Altstadt von Arco.

Grotte vs. „Big Wall"
Am Freitag fuhren einige nach „La Gola", wo es die coole Route „Relax! Don't do it" gibt, die mitten durch eine Grotte geht. In deren Mega-Überhang konnte man freihändig auf einem Sinter-Zapfen sitzen. Am Ende zählte die Route 3 Durchstiege und zwei Beurteilungen als absolut grottige Tour. Anschließend fuhren wir nach Arco und suchten in der riesigen Felswand nach Martin und David, die dort die Mehrseillängentour „Pan" klettern, deren 8 Seillängen fast alle im oberen 8. Grad liegen. Wir entdeckten sie dann – entgegen aller Erwartungen – im oberen Teil und beobachteten Martin, wie er sich trotz Rucksack wacker durch den 7a+ - Überhang kämpfte. Mit dem letzten Licht erklommen sie den Gipfel. Den letzten Abend verbrachten wir dann gemütlich zusammen beim Pizzaessen in Arco.

Arco 2014 3
Mehrseillängen-Chaos
Den letzten Klettertag gaben wir nochmal alles und kletterten unsere Finger bis aufs Letzte durch. Zwei Seilschaften sogar in Mehrseillängentouren. Seltsamerweise kam die eine Seilschaft am selben Ausstieg wie die andere an, obwohl beide am Anfang in verschiedenen Routen gestartet sind... Tja, man kann sich eben auch in der Vertikalen „verlaufen" :D.



Insgesamt war es eine wunderschöne und erlebnisreiche Woche. Und bei dem super Wetter, das wir hatten, hätte es die Ferienwohnung am Ende gar nicht unbedingt gebraucht. Wir hätten fast campen können ;).