Herrliche Panoramatour über den Mittelwalder Klettersteig am 6. Juli 2019

Um 6 Uhr starteten wir, nach einer kurzen von unserem Tourenleiter Jürgen Schuller geführten Info- und Kennenlernrunde, mit 2 privaten PKWs am Parkplatz des DAV Kletterzentrums in Richtung Mittenwald zur Talstation der Karwendelbahn. Mit der Bahn ging es teils unglaublich steil bergauf zur Bergstation und man fragt sich schon beim Blick aus der Kabine, wie es möglich war, die Bahn hier so hinzubauen. Nach einem kurzen Zwischenhalt im „Riesenfernrohr“, das eine Ausstellung und Informationen zum Thema Bergwelt sowie eine tolle Aussichtsplattform beherbergt, legten wir die Klettersteigausrüstungen an und Jürgen warf einen prüfenden Blick auf den korrekten Sitz der Hüftgurte, richtig befestigten Klettersteigsets und gab Tipps zur richtigen Befestigung und Handhabung der Karabiner vor und im Klettersteig. Für uns sechs nicht so Klettersteigerfahrene Damen sehr wertvolle Tipps. Los ging es mit Blick auf die Westliche Karwendelspitze unter der ruhigen, kompetenten und humorvollen Führung von Jürgen, zum Einstieg des Mittenwalder Höhenwegs. Helm auf und das Klettersteigset eingehängt und schon waren wir mitten in dem fast immer seilgesichterten sehr abwechslungsreichen Höhenweg. Das Wetter war traumhaft und die Sicht überwältigend. Sehr beeindruckend und dekorativ fiel unser Blick immer wieder auf wunderschön blühende Alpenblumen, die es irgendwie schaffen, in solchen Höhen unter widrigen Bedingungen zu wachsen. Immer wieder boten sich neue Panoramablicke auf die umliegenden Gebirge. Gestartet sind wir am Einstieg an der Nördlichen Linder Spitze (2.372 m) und dann führte uns der Weg über Leitern in unterschiedlichen Längen, über Holzstege, Eisentritte, durch Rinnen, über Grate und sogar über zwei kleine Altschneefelder immer wieder mit Passagen am Grat entlang immer bergauf und bergab über die Mittlere Linderspitze (2.289 m), Südliche Linderspitze (2.305 m) über das Gamsanger (2.188 m), über die Sulzeklammspitze (2.321 m) und schließlich über die Kirchlspitze (2.301) zur Scharte am Brunnesteinanger (2.082 m). Alle waren mit viel Freude und Begeisterung dabei und um jede Wegbiegung herum bot sich uns eine neue abwechslungsreiche Wegführung, die uns ab und an schon mal etwas Gelenkigkeit (sehr hohe Tritte, die nicht ganz leicht zu erreichen waren) oder ausgewaschenen Rinnen mit Metallstäben, die etwas Armkraft zum Raufziehen verlangten. Bei der Gipfelrast konnten wir den Blick auf den Weg, der hinter uns und noch vor uns lag, bei noch schönem Wetter genießen. Aber es zeigten sich schon die ersten dunklen Wolken in den Nachbargebirgszügen und ab und an fiel später ein Tropfen. Der Abstieg führte uns zuerst über ein weitläufiges immer wieder zu passierendes Geröllfeld, durch dampfige Latschenwälder und schließlich durch wunderschöne Wälder auf weichem Waldboden (eine Wohltat für die Füße nach den ganzen harten Felsen die Stunden zuvor) zur Brunnensteinhütte. Aber wir hatten Glück und konnten diesen wunderschön abwechslungsreichen und aussichtsreichen Höhenweg in vollen Zügen genießen und erst nach dem Abstieg zur Brunnensteinhütte (1.523 m), mit wohlverdienter Einkehr und Stärkung auf der Terrasse der Hütte, erwischte uns dann doch noch ein ausdauernder leichter Nieselregen bis zurück zum Parkplatz. Insgesamt hat uns Jürgen sehr angenehm, kompetent, humorvoll und sehr sicher auf dieser Tour geleitet und uns diesen wunderschönen und beeindruckenden Mittenwalder Klettersteig (A/B) unvergesslich nähergebracht. Zufrieden und glücklich waren wir schließlich um 21 Uhr wieder am Parkplatz des DAV Kletterzentrums und konnten die Nacht sicher alle gut schlafen nach der erlebnisreichen Bergtour.

Bergsteiger Gemeinschaftsfahrt „Großzügige Durchquerung der Piccole Dolomiti“, 20.-23. Juni 2019, Gruppe 1, Tourenleitung: Willi Tröndle und Carola Ammann
Tag 1: Vom Fugazzepass aufwärts durch wunderschöne Wälder und über Almwiesen mit tollem Bergblick, entlang am Cornetto- Bergmassiv über herrlich üppig blühende Wiesen, vorbei an gemächlich ruhenden Kühen mit leider (noch?) geschlossener Alm ging es mit Einkehrschwung zum Rifugio Campogrosso. Von hier bot sich uns ein herrlicher Blick auf die Tre-Croci-Bergkette, unser Wandergebiet am Tag 2. Weiter führte der Weg durch verwegene Wälder mit teils äußerst versteckter und fragwürdiger Wegführung (nach längerem intensiven Suchen sind Carola und Willi immer wieder pfündig geworden). Dann der erste Blick auf das Ziel im Tal und Hortensien in Hülle und Fülle. Unser Ziel Recoaro Terme rückt näher (das Hortensiendorf) und damit unser Quartier im Hotel Verona. Der ganze Tag stand unter einem „eingestaubten“ Eindruck des ehemals wohl blühenden Urlaubsgebiets und des Städtchens Recoaro Terme, dass heute wie im Dornröschenschlaf erscheint.

Tag 2: Mit dem Sammeltaxi rauf nach Recaoaro Mille (der Lift ist zwischenzeitlich außer Betrieb, also Plan B „Sammeltaxi“). Ansonsten wäre der Weg doch etwas lang geworden mit 600 Höhenmetern zusätzlich. Nun bergauf und dann teils fast weglos über den langen Rücken des Monte Campetto über einen traumhaften fast unberührten Weg mit herrlichen Ausblicken und überall wunderschönen blühenden Pflanzen. Nach einer ausgiebigen Rast im Sonnenschein führte der wunderschön angelegte Höhenweg immer entlang des beindruckenden Kamms der Catena delle Tre Croci rum um das Bergmassiv, an traumhaft schönen Hochtälern entlang. Am Nachmittag folgte der Aufstieg zum Monte Gramolon (1.814 Meter hoch). Anschließend der Abstieg zum Ziel des Tages dem Rifugio Bertagnoli.

Tag 3: Gewitter, Starkregen, Wind, Regen, Nieselregen bis Mittag. Nachdem wir alle gut durchweicht waren, dann ab und an noch Nieselregen, aber dann immer trockener. Also dank der Wetterbesserung weglos rauf auf den Monte Zevola (1.976 Meter hoch). Es bieten sich wieder, wie den ganzen Weg über, herrliche Ausblicke. Sogar bis zum Gardasee können wir schauen. Beim Abstieg treffen wir die Gruppe 2, die gerade den Aufstieg meistert. Unser Ziel des Tages erreichen wir wieder im Nieselregen: das Rifugio Scalorbi.

Tag 4: Und die Sonne strahlt. Wir haben herrlichen Weitblick und blicken zurück auf Ricoaro Mille und unseren Weg der ersten Tage sowie auf den Monte Gramolon und die Catena delle Tre Croci. Unglaublich wie weit man in ein paar Tagen so laufen kann. Wir gehen rauf zum Höhenweg entlang des Bergkamms und steigen weiter bergan bis zur Boccha del Fondi und steil bergab über Schneereste und Geröll zum Campogrosso und weiter zum Fugazzepass. Hier wartet der Bus auf uns und es schließt sich der (Touren)kreis.

Fazit: Eine tolle Durchquerung der Piccole Dolomiti auf herrlichen meist fast einsamen Pfaden in einem sehr reizvollen Gebirge mit einer tollen harmonischen Gruppe und tollen Tourenführern!

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