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Das diesjährige "Anklettern" stand ganz im Zeichen der Bergrettung, genauer gesagt der Bergung gestürzter Personen in einem Klettersteig.

Immer wieder kommt es in Klettersteigen zu Stürzen, die dazu führen, dass das Klettersteigset auslöst und die verunfallte Person nicht mehr aus eigener Kraft zum Drahtseil des Klettersteigs zurückgelangen kann. Um in so einerSituation den Unglücksraben schnell aus seiner misslichen Lage befreien zu können, müssen die richtigen Bergetechniken beherrscht werden. Dazu sollten verschiedene Methoden und hilfreiche Knoten erlernt sowie entsprechend geübt werden.
Unser Basislager war diesmal der Gasthof Klettergarten - idyllisch gelegen in unmittelbarer Nähe der bekannten Kletterfelsen des Altmühltals. Nach dem kräftigen Frühstück gab es für die Teilnehmer erst einmal eine kleineTheorieeinheit, um sich die wichtigsten Knoten anzueignen bzw. sie zuwiederholen. In der folgenden Stunde standen der "Doppelte Bulin", ein beliebter Knoten zum Einbinden in den Klettergurt, die gesteckte Variante des doppelten Bulins, der Schleifenknoten sowie die Gardaklemme auf dem Programm. Unter der fachkundigen Anleitung kam es insbesondere beim "Bulin" bei einigen Teilnehmern zu einem regelrechten Aha-Erlebnis. Das zunehmend sonnige Wetter zog uns aber dann nach draußen, um das erworbene Wissen am Fels auszuprobieren. Der Oberlandsteig, ein Klettersteig im Schwierigkeitsgrad B/C, schien dazu das perfekte Terrain zu sein.

Anklettern 2019 001Nach kurzer Diskussion wurde für die Übung eine ideale Stelle am Lucky Luke gefunden. In den folgenden Stunden konnten einige Freiwillige den Ablauf einer Rettungsaktion in einem Klettersteig unter Anleitung simulieren. Jeweils ein weiterer Freiwilliger durfte dabei die vermeintlich gestürzte Person spielen und wurde – natürlich gesichert – einige Meter vom Klettersteig entfernt abgelassen. Dann kamen die im Vorfeld geübten Knoten zum Einsatz undmittels eines Flaschenzugs wurden alle „Gestürzten“ wieder hochgezogen.

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Auch dank der unzähligen und gut gemeinten Ratschläge wurden alle Teilnehmer in die Lage versetzt, den grundsätzlichen Ablauf einer Bergung nachzuvollziehen sowie unter fast realistischen Bedingungen zu üben.Den Abschluss des diesjährigen "Ankletterns" bildete ein für Bergsteiger eher ungewöhnlicher Ausflug zu einem bekannten Anbieter von Grünpflanzen & Co.in Rain am Lech. Eigentlich wollten wir in dem Gewächshaus mit Café nur einenKaffee trinken, aber wir nutzten die Gelegenheit für einen Rundgang durch denschier endlosen Park - ganz ohne Sicherung und Seil. Fortsetzung folgt ...

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