120 Uschi erklärtBereits seit Jahren bietet der Alpenverein Augsburg einen Ausbildungskurs Schneeschuhgehen unter der Leitung von Hans Klusch und Uschi Schweizer an.

Auch im letzten Winter war die sektionseigene Otto-Schwegler-Hütte im Gunzesrieder Tal für uns gebucht. Sieben Teilnehmer und die beiden Trainer reisten an einem schönen Samstag im Januar an, um in Theorie und Praxis die wichtigsten Themen zum Schneeschuhgehen zu erfahren und auszutauschen. Zur Freude aller hatte es in der Woche zuvor kräftig geschneit, so dass die Voraussetzungen sehr gut waren. Die kritische Lawinensituation hatte sich bis zum Wochenende auch entspannt.

Nach einem kurzen Kennenlernen des Materials ging es auch sofort ins Gelände zu ersten Gehübungen. Diese gingen dann schon in eine kleine Tour über, bei der jeder Teilnehmer auch Spurarbeit leistete. Durch die Menge an Schnee war dies bergauf teilweise mühsam, was aber beim Bergabgehen durch den fluffigen Pulver wieder wettgemacht wurde. Unterwegs wurde eine erste Einführung in den Umgang mit dem im freien Gelände äußerst wichtigen Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) eingebaut. Auch eine Sondenbar wurde aufgebaut, damit auch die Sonden zum Einsatz kommen konnten. Alle waren mit großem Einsatz dabei.

215 Uschi erklärtNach einer Theorieeinheit Lawinenkunde am Spätnachmittag genossen wir den Abend bei netten Gesprächen in Buhl’s Alpe.

Am Sonntag war nach dem Frühstück nochmals Theorie zum LVS-Gerät angesagt, bevor wir uns draußen auf den Schneeschuhen bewegten. Hier konnte jeder wieder Führung der Gruppe und Spurwahl üben. Auch mit Wiederholung und weiterem Training mit dem LVS-Gerät verging die Zeit wie im Flug. Am frühen Nachmittag kehrten wir nochmals bei Buhl’s zu einer Schlussbesprechung bei Kaffee und Kuchen ein. Die Mischung aus Theorie und Praxis wurde von den Teilnehmern positiv beurteilt und aufgrund des sonnigen Wetters waren auch anstrengende Streckenabschnitte oder Übungen nur halb so wild.

Auch kommenden Winter wird wieder ein Kurs auf der Otto-Schwegler-Hütte angeboten. Dieser ist mit drei Tagen geplant, damit die Inhalte des Kurses ohne Zeitdruck vermittelt werden können.