... nur die Sonne fehlte meist!

Saison14 IntroNach der langen Winterpause stand das Team vom Alpengarten voller Neugier und Spannung schon von Anfang Mai weg in den Startlöchern zur ersten Sichtungsfahrt. Immer neue Wintereinbrüche mit Schnee verhinderten jedoch diese Tour zum Alpengarten. Für den 21.05.2014 waren die Wetterprognosen günstig, kurz entschlossen ging's mit dem Abteilungsbus nach Musau und hinauf ins Obere Reintal. Der Aufbau des Zaunes war vordringlich, denn das Alpvieh der Musauer Alm stand uns buchstäblich im Nacken. Die Schäden und Hinterlassenschaften des Wilds wurden flott beseitigt. Die Wasserversorgung schlossen wir an Brunnenschacht und Quellsumpf an und schnell sprudelte der frische Quell. Die ersten Pflanzenschilder konnten noch gesteckt werden, und ein langer erster Arbeitstag ging zu Ende.
Von jetzt an läutete der Wecker jeden Mittwoch gnadenlos kurz vor 5.00 Uhr, denn für 6.30 Uhr war die Abfahrt Richtung Musau von der Sportanlage Süd angesetzt. Unser tatkräftiges Alpengarten-Team hat anfangs bei frühsommerlichem Wetter mit viel Liebe zur Natur und Engagement den stetigen Kampf gegen das Vergrasen und Verbuschen des Alpengartens aufgenommen. Offene Kies- und Schotterflächen wurden für die alpinen Schuttwanderer wie Silberwurz, Berg-Baldrian oder Gämskresse freigelegt. Für unsere zahlreichen Orchideen- und Enzianarten haben wir Luft und Licht geschaffen. Das Schwarze Kohlröschen und der Türkenbund bedanken sich dafür hier im Bild stellvertretend mit Blüh-Impressionen. Fortwährend haben wir den Bestand der enormen Artenvielfalt aufgenommen, gesichert und kontrolliert. Die Wege und Steige setzten wir an maroden Stellen wieder in Stand. Die Nadelbäume und Latschen wurden in Form gebracht und somit dem Gesamtbild des Gartens harmonisch angepasst.
Saison14 Comp
Dann war da ein Mittwoch gleich Anfang Juli. Bei bedecktem Himmel fuhren wir in Augsburg los, ab Landsberg war erst leichter Regen und ab Füssen der inzwischen sprichwörtliche „Starkregen". Petra, die Hüttenwirtin der Otto-Mayr-Hütte war ganz überrascht und meinte so zum Spaß, ob wir jetzt die „Regenforscher" sind. Und von diesem Mittwoch an hatten wir uns bis jetzt (zum Redaktionsschluss) immer mit dem Regen auseinanderzusetzen. Aber es heißt ja unter den Outdoorfreunden, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Zudem lässt sich das Unkraut bei feuchtem Boden leichter rausziehen.
Saison14 Comp 2
Optisch haben wir den Blick auf den Alpengarten erneuert: die alten, rostigen Blechschilder sind durch neue, zeitgemäße Hinweistafeln ersetzt. Die schon vorhandene botanische Gliederung des Alpengartens nach den Lebensbereichen der Pflanzen wird durch eine informative Schautafel und den einzelnen Standortschildern wie „Geröllflur" etc. klar positioniert. Die neue Fahne mit dem Logo des Alpengartens fokussiert schon von weitem den Blick auf dieses Kleinod im Oberen Reintal. Und erstmals weckt ein Flyer vom Alpengarten das Interesse von Naturfreunden und Wanderern und liegt bei der Geschäftsstelle, den Tourismusverbänden in Füssen, Reutte, im Tannheimer und Lechtal bis hin zum Naturzentrum Allgäu aus. So können wir zum Saisonende zufrieden und entspannt in die Winterpause gehen und für die kommende Saison mit unseren Planungen beginnen.