20171205 gelbbindigefurchenbiene naturgucker birgit emigDie EU-Staaten haben sich Freitag (27.4.2018) für ein Freilandverbot der drei Neonikotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid ausgesprochen. Sie sind damit dem Vorschlag der EU-Kommission gefolgt.

Der Einsatz von Pestiziden, speziell den Neonikotinoiden, ist besonders gefährlich für die Bestäuber. Ihre hochgiftigen Wirkstoffe durchdringen die ganze Pflanze bis in die Blüten. Bei der Nahrungsaufnahme gelangen sie in die Insekten und wirken als Gift auf die Nervenzellen, schädigen Geruchs- und Orientierungssinn oder führen zu eingeschränkter Nahrungsaufnahme. Sie gelangen sogar in die Landschaft jenseits der Felder und somit auch in unsere Gewässer – unkontrolliert und dauerhaft.

Das ausgesprochene Verbot der Anwendung im Freiland bezieht sich weiterhin nicht auf Gewächshäuser, in denen kein Kontakt mit Bienen zu erwarten ist.

Das für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige Kommissionsmitglied Vytenis Andriukaitis begrüßte diese Abstimmung und betonte, dass die Kommission diese Maßnahmen bereits vor Monaten auf der Grundlage der wissenschaftlichen Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit vorgeschlagen habe. Die Verordnung wird nun in den kommenden Wochen von der Europäischen Kommission angenommen und bis Ende des Jahres in Kraft treten.

Bild: Gelbbindige Furchenbiene. © Naturgucker/Birgit Emig