Alexander Huber Plakat Vs OMAFkRH

Der Freundeskreis Riedberger Horn und die Interessengemeinschaft Oberdorf-Martinszell (IG Oma e.V.) haben unlängst einen prominenten Fürsprecher zum Schutz der Bergwelt und insbesondere zum Erhalt des Alpenplans bei einer Abendveranstaltsung in der Mehrzweckhalle Oberdorf/Waltenhofen präsentiert. Der Extremkletterer Alexander Huber, einer der beiden weltbekannten „Huberbuam“ aus dem Berchtesgadener Land, bezog an diesem Abend Stellung zur geplanten Skischaukel am Riedberger Horn. Anschließend entführte er in einem beeindruckenden Multivisionsvortrag in „Die steile Welt der Berge“.

„Der Alpenplan ist nicht verhandelbar“, da gibt es für Alexander Huber keinen Diskussionsspielraum. „Jedwede Abänderung würde den gesamten Plan wieder zur Disposition stellen“, stellte der 49jährige Profi-Bergsteiger den Schutz der Alpen über alle wirtschaftlichen Interessen. In einer rund halbstündigen Gesprächsrunde mit Martin Simon, dem Sprecher des Freundeskreises Riedberger Horn, formulierte er seine Ansichten und Überzeugung.

Danach gab es einen 90minütigen Vortrag über „Die steile Welt der Berge“, in dem Alexander Huber sein Publikum an den schönsten Momenten seiner bisherigen Klettererfahrungen teilhaben ließ. In Bildern und Filmsequenzen, untermalt von mitreißender Musik, erzählte der jüngere der beiden Huber-Brüder von seinen Abenteuern im Fels, im Eis und in schwindelerregenden Höhen.

Eine ausführliche Berichterstattung erfolgt im nächsten alpenblick. Dabei wird auch auf die weiteren Entwicklungen beim Konflikt um das Riedberger Horn und den Alpenplan eingegangen. Denn anscheinend war der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei der Oberdorf-Veranstaltung auch zugegen – und ist nun zu einem Kurswechsel bereit! Zumindest finden sich in den aktuellen Presseschlagzeilen Sentenzen wie „Riedberger Horn: Söder will Liftpläne kippen“.

Cover AT HuberWer darüber hinaus detaillierte Informationen über Alexander sowie Thomas Hubers Werdegang erfahren möchte, dem sei die aktuelle Biographie über die weltbekannten „Huberbuam“ des französischen Bergsteigers und Journalisten François Carrel empfohlen, der sich seit über 15 Jahren mit alpinen Themen befasst und vornehmlich Reportagen in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. In seiner Buchveröffentlichung geht er dem Erfolgsgeheimnis der beiden Brüder auf den Grund. Sie kletterten zusammen im Himalaja und Karakorum, im Yosemite-Nationalpark und in den Dolomiten, in Patagonien und der Antarktis, und gehören mit ihren extremen Routen seit mehr als 25 Jahren zu den Protagonisten der vertikalen Revolution. Doch was die wenigsten wissen: Schon als Kinder waren sie nicht nur Komplizen am Berg, sondern ebenso Rivalen. Feinsinnig lotet der Autor aus, wie nahe sie sich einerseits stehen: Denn sie sind sowohl Brüder als auch Freunde, Nachbarn und eingespielte Trainingspartner. Und wie dennoch der Erfolg des einen den Ehrgeiz des anderen immer wieder herausfordert. Ein fesselnder Bericht über zwei außergewöhnliche Kletterer, ihre eindrucksvollsten Begehungen und gemeinsamen Höhen und Tiefen.

Das Buch wurde 2017 in der französischen Originalausgabe „À corde tendue. Thomas et Alexander Huber“ veröffentlicht. Text und Bebilderung wurden für die deutschsprachige Ausgabe gekürzt und überarbeitet, die Übersetzung erfolgte von Eliane Hagedorn, Ursula Held, Bettina Runge. Das resultierende Buch „Alexander und Thomas Huber. Zwei Brüder, eine Seilschaft“ erschien am 13.10.2017 mit 272 Seiten, 57 farbigen Abbildungen und 1 Karte im Piper Verlag, München (ISBN 978-3-492-97790-6). Ein Exemplar liegt in unserer Sektions-Bücherei zur Ansicht aus.

Bild 1: Alexander Huber spricht fürs Riedberger Horn und über seine alpinen Kletter-Abenteuer. © IG OMa e.V.

Bild 2: Cover „Alexander und Thomas Huber. Zwei Brüder, eine Seilschaft“. © Piper Verlag