37742486604 24a50cf5a7 zBundesumweltministerin Barbara Hendricks empfängt Emmanuel Macron (© BMUB / Sascha Hilgers).

Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Bonn werden vermutlich nicht in die Geschichtsbücher eingehen. Zwar arbeitete die Konferenz an einem Regelbuch zur Umsetzung des Pariser Abkommens, doch neue Beschlüsse wurden nicht gefasst. Nachfolgend die wichtigen Ergebnisse im Überblick.

Regelbuch: Die Konferenz hat Vorschläge der Länder darüber festgehalten, wie man den Treibhausgasausstoß und anderes misst und vergleichbar macht. Aus diesen Megapapieren soll 2018 ein praktikables Regelwerk für das Klimaabkommen von Paris entstehen, um die Anstrengungen aller Länder mit einheitlichem Maßstab zu messen.

Verluste und Schäden: Die Entwicklungsländer wollten, dass der Umgang mit diesen Folgen des Klimawandels auf eine höhere Verhandlungsebene kommt. Es entstand jedoch nur ein weiterer Arbeitsplan. 2018 soll es einen „Expertendialog“ zu dem Thema geben.

Finanzen: Unter anderem wurden wichtige Punkte zum Fortbestehen des Fonds zur Anpassung ärmerer Staaten an den Klimawandel beschlossen.

Talanoa-Dialog: Es gibt ein besonderes Forum, um die Klimaschutzziele der Länder zu erhöhen. Das Wort Talanoa stammt aus Fidschi und ist eine konstruktive Versammlung, in der jeder gehört wird.

Frauenförderung: Die Rolle der Frauen soll beim Klimaschutz stärker berücksichtigt werden. Auch indigene Völker sollen künftig stärker in die Verhandlungen mit einbezogen werden.

Freiwillige Aktionen neben den Verhandlungen:
(1) Klimarisikoversicherung: In Bonn wurde eine bestehende Versicherung erweitert, die besonders vom Klimawandel betroffenen Staaten und ärmeren Menschen bei Unwetterkatastrophen schnell helfen soll.
(2) Pakt zum Kohleausstieg: 23 Länder und Provinzen schlossen sich zu einer internationalen Allianz für den Kohleausstieg zusammen. Deutschland ist übrigens nicht dabei.
(3) Kommunale Regierungen für Nachhaltigkeit: Auf einem großen Treffen dieser Initiative in Bonn machten Städte und Regionen aus aller Welt deutlich, dass sie sich als Treiber des Klimaschutzes verstehen.

Ausführliche Informationen unter https://www.cop23.de/