COP23In Bonn findet vom 6. bis zum 17. November die Weltklimakonferenz COP 23 statt, die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat. Unter der Präsidentschaft der Fidschi-Inseln kommen in diesem Zeitraum Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt zusammen, um sich über den Klimawandel, den Klimaschutz und die Umsetzung des Pariser Abkommens auszutauschen. Im Sinne des Pariser Abkommens soll die globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt werden.

Die Präsidentschaft der Klimakonferenzen wird innerhalb der Vereinten Nationen nach einem Rotationsmodus entschieden. Turnusmäßig fällt die Präsidentschaft für die Konferenz 2017 an ein Land aus der asiatischen Gruppe. In den letzten Jahren war immer dasjenige Land der Ausrichter, das auch die Präsidentschaft der Konferenz innehatte. Die Republik Fidschi – eine kleine Inselgruppe im Süd-Pazifik – hat sich bereit erklärt, die Präsidentschaft zu übernehmen, wird jedoch die Konferenz nicht als Gastgeber auf Fidschi ausrichten. Daher fungiert Deutschland als technischer Gastgeber. Als von den Folgen des Klimawandels besonders betroffener (in der Fachsprache "vulnerabler") Inselstaat sind für Fidschi vor allem die Themen Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) und das Schaffen von Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel (Resilienz) von Bedeutung.

Genau genommen handelt es sich bei dem Klimagipfel um drei Konferenzen unter einem Dach, aber mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Zum einen kommen Vertreterinnen und Vertreter aller Staaten zusammen, welche die UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC) unterzeichnet und ratifiziert haben. Diese internationale Vertragsstaatenkonferenz (englisch: Conference of the Parties, COP), versammelt sich in Bonn zum 23. Mal und trägt daher die Abkürzung "COP 23". Seit 2005 ist die COP um das Treffen der Unterzeichner und Ratifizierer des Kyoto-Protokolls (Conference of the Parties serving as the meeting of the Parties to the Kyoto Protocol, CMP) erweitert und wird seit 2016 um das Treffen der Unterzeichner des Paris-Abkommens (Conference of the Parties serving as the Meeting of the Parties to the Paris Agreement, CMA) ergänzt. Vollständig trägt der Klimagipfel also die Bezeichnung COP23/CMP13/CMA1.2.

Die Delegierten der Regierungen werden um die Details zur Anwendung des Pariser Abkommens von 2015 verhandeln. Herauskommen soll dabei ein so genanntes "Regelbuch", das beim nächsten Klimagipfel Ende 2018 in Kattowitz (Polen) verabschiedet werden soll. Parallel zu den offiziellen Verhandlungen findet wie in den letzten Jahren eine große und bunte Zusammenkunft von Klimaschützern aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen statt – Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Religionsgemeinschaften und Umweltverbände.

COP23 Bild2Infotag mit Bundesministerin Barbara Hendricks auf dem COP 23-Gelände, ©BMUB/Dominik Ketz

Weitere Informationen unter https://www.cop23.de/ und https://www.land.nrw/de/cop23