17 09 OzonAm 16. September jährte sich zum 30. Mal der Abschluss des Montrealer Protokolls zum Schutz der Ozonschicht. Es steht wie kaum eine andere völkerrechtliche Vereinbarung als Beispiel dafür, dass die Staatengemeinschaft in der Lage ist, auf globale Umweltveränderungen entschlossen und erfolgreich zu reagieren.
Das Montrealer Abkommen wurde bis heute von 197 Vertragsparteien unterzeichnet. Die Produktion ozonschichtschädigender Substanzen ging infolgedessen um 99 Prozent zurück. Dies hat dazu geführt, dass sich das Ozonloch heute langsam wieder schließt. UN-Wissenschaftler erwarten, dass die lebenswichtige Ozonschicht bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wieder das Niveau von 1960 erreicht. Das Protokoll trägt zudem weltweit zum Gesundheitsschutz bei. Ohne dessen Maßnahmen könnte es bis 2030 jährlich 2 Millionen mehr Hautkrebsfälle geben.
Da die ozonschichtschädigenden Stoffe zugleich sehr klimaschädlich sind, ist mit dem Ausstieg aus den im Protokoll geregelten Stoffen auch ein großer Klimaschutzbeitrag verbunden, der weit über dem des Kyoto-Protokolls in seiner ersten Verpflichtungsperiode hinausgeht.