16 12 Broschuere TitelNun ist es offiziell: Der Standort Augsburg ist vom Freistaat als künftiges Landesleistungszentrum für Sport- und Wettkampfklettern anerkannt. Ab 2018 werden Bayerns Spitzensportler in Augsburg trainieren. Auch der Breitensport und unsere Sektion profitieren. Mit Unterstützung des Freistaats, der Stadt Augsburg und nicht zuletzt unseren 13.000 Mitglieder kann die bestehende Kletterhalle an der Sportanlage Süd nun umfangreich erweitert und zum Landesleistungszentrum Sport- und Wettkampfklettern aufgewertet werden, der Baubeginn ist im Frühjahr 2017 geplant.

Im Projektteam und bei den Partnern vom Bayerischen Kletterfachverband (KVB) ist die Freude groß. Nachdem bereits der Bundesverband des Deutschen Alpenvereins und die Stadt Augsburg Fördergelder von jeweils ca. einer halben Million Euro zugesagt hatten, liegt der Sektion nun auch ein Bescheid des Bayerischen Innenministeriums vor. Darin wird der Status als Landesleistungszentrum bestätigt und ein Betrag von bis zu 2,5 Millionen Euro für die leistungssportliche Nutzung in Aussicht gestellt. Die Finanzierung des Bauprojekts, zu der auch unsere Mitglieder durch eine Mitgliederumlage beigetragen haben, ist damit gesichert.
Der Kletterfachverband erhält mit dem Landesleistungszentrum eine zentrale Trainingsstätte mit optimalen Trainingsbedingungen für seine Athleten. Augsburgs Breitensportler profitieren durch die neu hinzukommenden Kletter- und Boulderflächen, denn die Bestandshalle ist vor allem in den Wintermonaten regelmäßig überfüllt.

Für diesen Erfolg haben die Projektmitarbeiter der Sektion und ihre Partner vom Kletterfachverband Bayern bis zuletzt hart gearbeitet. Wichtige Meilensteine waren ein Mitgliederbeschluss des Kletterfachverbands Bayern zur leistungssportlichen Nutzung der Halle und ein Beschluss des Sportausschusses der Stadt Augsburg zur Investitionsförderung und Bereitstellung des Erbbaugrundstücks an der Sportanlage Süd. Ein weiterer Schritt war die Baueingabe Mitte November. Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Ott hat ein neues Modell des Gebäudes angefertigt, um das Raumgefühl der Halle erlebbar zu machen.

Im Frühjahr 2017 sollen die Bagger rollen. Da auch das Bestandsgebäude saniert wird, kann es während der Sommermonate zu Einschränkungen des Kletterbetriebs kommen. Projektleiter Ferdinand Triller und sein Team sind jedoch bemüht, die Tage, an denen die Halle geschlossen sein wird, möglichst gering zu halten. Das Konzept eines Mischbetriebs zwischen Breiten- und Leistungssport, das im neuen Kletterzentrum verwirklicht werden soll, ist deutschlandweit einmalig. Durch ein gemeinsames Training von Spitze und Breite unter einem Dach gewinnen alle Sportler mehr und attraktivere Kletterflächen. So wird das Kletterzentrum nach Fertigstellung insgesamt ca. 3.800 m² Kletter- und Boulderfläche bieten. Auch gemeinsam genutzte Bereiche wie beispielsweise ein Seminar- und Schulungsraum und eine eingelagerte Physiotherapie sind vorgesehen.