BildInnenIn den letzten Tagen sind in unserer Geschäftsstelle vermehrt Fragen und Kommentare zur Sonderumlage eingegangen. Wir nehmen das zum Anlass an dieser Stelle zu den wichtigsten Themen kurz Stellung zu nehmen und zu informieren.

- Ich möchte gerne Mitglied in der DAV-Sektion Augsburg werden, muss ich die Sonderumlage auch bezahlen?
- Warum zahlen nicht die Nutzer der Kletterhalle?
- Warum soll ich zahlen, wenn ich die Halle nicht nutze?
- Ich habe keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, ich bin nicht gefragt worden.
- Ist die Sonderumlage für jeden verpflichtend?
- Brauchen wir wirklich eine so anspruchsvolle und teure Anlage?
-
Ist die Sonderumlage fair und zumutbar?

Für Ihre weiteren Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle, Kontakt und Öffnungszeiten finden Sie nebenstehend.
Zum Nachlesen finden Sie hier die wichtigsten und aktuellsten Beiträge zum Projekt Kletter-/ Landesleistungszentrum:






Ich möchte gerne Mitglied in der DAV-Sektion Augsburg werden, muss ich die Sonderumlage auch bezahlen?

Nein, bei einem Eintritt ab jetzt (oder zu einem späteren Zeitpunkt) in unsere Sektion müssen Sie die Sonderumlage nicht mehr bezahlen. Stichtag hierfür war der 10.08.16, an diesem Tag wurde der Mitgliederbeschluss zur Sonderumlage umgesetzt. Wir freuen uns, Sie als Neumitglied begrüßen zu dürfen.

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Warum zahlen nicht die Nutzer der Kletterhalle? Warum soll ich zahlen, wenn ich die Halle nicht nutze?
Der Alpenverein ist eine Solidargemeinschaft. Alle Sportarten und Aktivitätsfelder, wie Hütten und Wege, das Kurs- und Ausbildungswesen, die Jugendarbeit und der Naturschutz werden auch weiterhin gefördert. Die Kletterhalle ist so kalkuliert, dass sie sich durch den Kletterbetrieb und öffentliche Zuschüsse selbst trägt. Dabei ist durch die Sektion zunächst auch ein Anteil an Eigenmitteln für den Bau aufzubringen, der im angemessenen Verhältnis zum Nutzen für die gesamte Sektion steht und zurückfließen wird. Wir erwarten unter anderem einen kräftigen Zuwachs an neuen, insbesondere jungen Mitgliedern und starke Impulse für die Ausbildung und Nachwuchsentwicklung, wichtige Erfolgsfaktoren für die Zukunft der Sektion. Dieser Solidargedanke über die Bereiche und Generationen hinweg ist und bleibt die Stärke des Alpenvereins, von der alle profitieren.

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Ich habe keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, ich bin nicht gefragt worden.
Die Mitgliederversammlung unserer Sektion entscheidet gemäß Satzung und Vereinsrecht.
In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13.11.2014 haben unsere Mitglieder die Sonderumlage für das Projekt Kletterzentrum beschlossen, in der diesjährigen Mitgliederversammlung vom 27.04.2016 haben 218 von 224 anwesenden stimmberechtigten Personen diesen Vorratsbeschluss bestätigt und für den Einzug der Sonderumlage gestimmt.
Jedes Mitglied entscheidet selbst über die Teilnahme an dieser jährlichen Versammlung, so der vom Gesetzgeber vorgegebene Vereinsgedanke. In unserem Magazin alpenblick, auf unserer Internetseite wie auch in zahlreichen Dialogveranstaltungen, haben wir für die Teilnahme an der Versammlung geworben, und tief und umfassend über die anstehende Entscheidung informiert.

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Ist die Sonderumlage für jeden verpflichtend?
Die Sonderumlage wurde bereits im November 2014 beschlossen und von der Mitgliederversammlung am 27.04.2016 nochmals bestätigt. Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind für alle bindend. Außerdem ist die Sonderumlage in der Satzung bindend geregelt. Jenseits der Rechtslage sehen wir auch eine moralische Verpflichtung zu Solidarität und Fairness. Für jeden, der seinen Beitrag nicht leistet, muss am Ende ja die Gemeinschaft eintreten. Als Ausnahme haben wir eine Härtefallregelung.

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Brauchen wir wirklich eine so anspruchsvolle und teure Anlage?
Unsere bestehende Kletterhalle ist in die Jahre gekommen und hat massive Kapazitätsprobleme. Die ursprünglich verfolgte Planung zur Erweiterung und Modernisierung hätte weit höhere Eigenmittel beansprucht, da wir keine öffentlichen Fördermittel bekommen hätten. Wir schauen aber nicht nur auf die beachtlichen öffentlichen Zuschüsse. Das Konzept Spitzen- und Breitensport unter einem Dach überzeugt und macht großen Sinn, wirtschaftlich und sportfachlich. Klettersport gehört zu unserer Kernkompetenz in Ausbildung, Nachwuchsförderung oder der Jugendarbeit, wir bringen die Berge in die Stadt. Sportklettern ist keine bloße Mode. Die Popularität entspringt einem gesellschaftlichen Trend. Als künftige olympische Disziplin wird die Sportart noch einmal einen deutlichen Schub bekommen, wovon die Sektion und die Region Augsburg mit dem Landesleistungszentrum profitieren werden.

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Ist die Sonderumlage fair und zumutbar?
45 € für das A-Mitglied zusätzlich zum Jahresbeitrag sind eine Belastung, die nicht jeder locker und mühelos aufbringt. Es ist ein einmaliger Beitrag in einer besonderen Situation, um verschiedenen Anforderungen und Interessen unserer Mitglieder gerecht werden zu können. Und wir halten das Volumen gemessen an Konsumausgaben in anderen Lebensbereichen für vertretbar. Jeder mag seinen Vergleichsmaßstab selbst definieren. Übrigens hat die Sektion vor zehn Jahren schon einmal eine Sonderumlage für die Sanierung unserer Hütten eingefordert, mit Erfolg.

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