Flugplatzheide atv BeitragSeit geraumer Zeit engagiert sich die Augsburger Naturschutzallianz, welcher auch die DAV-Sektion Augsburg angehört, für eine vollständige Unterschutzstellung der Flugplatzheide im Univiertel. Unlängst wurde bekannt, dass der Freistaat dort bis auf weiteres nun definitiv keine Wohnungen bauen wird. Die geplanten rund 70 Wohnungen für insgesamt etwa 300 anerkannte Flüchtlinge und Bürger mit niedrigen Einkommen seien aus dem Sofortprogramm im Wohnungspakt Bayern gestrichen worden.

Die Pläne, die vor drei Jahren aufkamen, wurden von Anfang an von der Naturschutzallianz kritisch begleitet. Auf der Flugplatzheide leben seltene Tier- und Pflanzenarten, die für die Augsburger Natur typisch sind. Allein 85 Pflanzenarten, die auf der Roten Liste in Bayern stehen, wurden nachgewiesen.

Weiterführendes

Der Freistaat konzentriert sich bei seinen Aktivitäten im sozialen Wohnungsbau nun auf die ehemalige Straßenmeisterei an der Berliner Allee. Bauminister Dr. Hans Reichhart sprach bei der Vorstellung der Pläne von bis zu 1000 Wohnungen, wobei dafür auch in die Lechauen hineingebaut werden müsste. Gerd Merkle, der Baureferent der Stadt Augsburg, verwies darauf, dass der Naturschutz hier ebenfalls eine Rolle spielen müsse. Er halte 300 bis 400 Wohnungen für realistischer. Die Augsburger Lechallianz, welcher wiederum die DAV-Sektion Augsburg angehört, engagiert sich am Lech mit der Projektierung „licca liber“ und erachtet die Bebauungspläne daher als äußerst kritisch. Neben dem Areal an der Berliner Allee untersucht der Freistaat gegenwärtig auch andere Grundstücke im Eigentum auf ihre Eignung als Bauland für Wohnungen.

Bild: Die Zukunft der Augsburger Flugplatzheide. © a.tv GmbH & Co. KG, Medienzentrum Augsburg