Bluehstreifen Werner Kuhn 2dae7338Am vergangenen Montag (18.3.2019) tagte in der Bayerischen Staatskanzlei der zweite „Runde Tisch“ zum Volksbegehren Artenvielfalt. Inhaltlich gab es noch keine Lösungen. In den kommenden drei Wochen werden nun vier Fachgruppen zu den Themen „Agrarlandschaften“, „Wald“, „Gewässer“ und „Siedlungen/Urbane Räume“ eingerichtet, welche mögliche Kompromisslinien zwischen den Initiatoren des Volksbegehrens und dem Bauernverband ausloten sollen.

Im Wesentlichen betrifft der Dissens zwei Forderungen aus dem Gesetzentwurf zum Volksbegehren. Die eine lautet, dass ab dem Jahr 2020 zehn Prozent der Wiesen und Weiden erst nach dem 15. Juni eines jeden Jahres gemäht werden dürfen, damit zumindest bis dahin Wildblumen und Kräuter blühen und so Bienen und andere Insekten Nektar saugen können. Die andere Forderung ist, dass Grünland nach dem 15. März nicht mehr gewalzt werden darf, damit Wiesenbrüter und ihre Nester nicht platt gemacht werden. Viele Landwirte und der Bauernverband empfinden beide Forderungen als zu restriktiv. Das Walzverbot ist aus ihrer Sicht schon deshalb nicht praktikabel, weil im Frühjahr vor allem in höher gelegenen Regionen noch Schnee liegen kann.

Der Leiter und Moderator des Runden Tischs, der ehemalige Landtagspräsident Alois Glück, kündigte an, dass er spätestens Ende April seinen Bericht vorlegen werde. Entscheidungen müsse aber letztlich die Politik treffen und nicht der Runde Tisch.

Vgl. zum ersten „Runden Tisch“ nochmals unsere Newsmeldung vom 11.3.2019 unter: https://www.dav-augsburg.de/aav/verein-berichte/1065-neues-zum-volksbegehren-artenvielfalt

Bild: Ein Blühstreifen sollte mindestens zwischen 10 und 15 Meter breit sein. © LBV / Werner Kuhn