Schickhofer downloadDie Grenzen des Alpen-Booms.
Vor kurzem wurde im Kulturmagazin „Capriccio“ des Bayerischen Rundfunks ein nachdenklich machendes Buch und sein Autor vorgestellt (Sendung vom 24.10.2017).
Es handelt sich um das „Schwarzbuch Alpen“ von Matthias Schickhofer, einem österreichischen Umweltschützer, Fotograf und Journalist. Die Botschaft seines Buches lautet: Die Gebirgskette zwischen Nizza und Wien ist der bedeutendste Wildnisnahraum im Herzen Europas. Gleichzeitig sind die Alpen das touristisch am intensivsten erschlossene Gebirge unseres Planeten. Kein Gebirge der Welt ist dichter besiedelt und wird intensiver wirtschaftlich genutzt. In keinem Gebirge wird mehr Ski und Auto gefahren. Aber Klimawandel und fortschreitende Erschließung alpiner Naturlandschaften führen unsere Berge an ihre Grenze. Machen wir weiter wie bisher – mit der Intensivierung des Tourismus, der Industrialisierung, der Bewirtschaftung –, wird dieser Lebensraum für unsere Kinder unwiederbringlich verloren sein. Doch was wären Alternativen, die auch wirtschaftlich funktionieren würden? Unsere Alpen, das Rückgrat Europas, brauchen einen radikalen Systemwechsel – weg vom ständigen immer Mehr und immer Größer.
Das „Schwarzbuch Alpen“ mit 200 Seiten und rd. 40 Abbildungen ist im Brandstätter-Verlag erschienen (ISBN 978-3-7106-0165-1, www.brandstaetterverlag.com). Ein Exemplar liegt in unserer Sektions-Bücherei zur Ansicht aus.